Schützenverein Roland

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bramstnach

30.Mai 1891

"In letzter Zeit haben sich einige Herren zusammengetan, um hierorts einen Schützenverein zu gründen. Geplant wird, die vorläufig alljährlich stattfindenden Feste zu einem Volksfeste zu gestalten, an dem sich jedermann gegen ein billiges Entree beteiligen kann. Außer dem Schießen nach der Scheibe für beitragszahlende Mitglieder gedenkt man diverse sonstige Belustigungen zu arrangieren. Gegenwärtig zirkuliert ein Bogen, um Mitglieder zu sammeln. Wünschen wir dem Unternehmen viel Erfolg".

9. Juni 1891

"Der neu zu gründende Schützenverein hielt am Sonntagnachmittag im Lokale des Herrn Hesebeck eine zahlreich besuchte Versammlung ab, in welcher eine Kommission zur Ausarbeitung eines Statuts gewählt wurde. Wie wir hören, haben sich ca. 130 Personen zum Beitritt in den Verein bereit erklärt. Wenn die Genehmigung des Statuts rechtzeitig erteilt wird, gedenkt man noch in diesem Sommer ein Schützenfest zu gestalten."

23. August 1891

Stiftungsfest des Bramstedter Schützenvereins am mit Preisschießen, Festplatz an der Lentföhrdener Chaussee auf der Koppel des Schornsteinfegermeiters Hartkopf. Schützenkönig wurde Tischlermeister Hinz mit 32 Ringen.

9.August 1911

"Ein neuer Schützenverein mit Anschluß an den Norddeutschen Schützenbund hat sich hier in aller Stille gebildet. Es ist in Aussicht genommen, den Schießstand des Kriegervereins mitzubenutzen; ein dahingehender Antrag wird nächstens gestellt." Anm.: Gründungsmitglieder waren J. Struve, H.Haalck, J. Peters, J. Langhinrichs, Fr. Bornhöft, A.Warnemünde, Fr. Paustian. Vorsitzender wurde A. Warnemünde."

1911

Erstes Schützenfest auf dem heutigen Rolandsportplatz.

1914

Anschaffung einer Fahne zum Preis von 360,- DM, die noch heute im Besitz des Schützenvereins ist.

1919

Erwerb des Schießstandes einschließlich Inventar und der angrenzenden Ländereien am Herrenholz vom Kriegerverein für einen Kaufpreis von 23.000,00 RM. 114 Spender zeichneten 17.475,00 Mark.

1921

Bramstedter Turnerschaft erhält die Zustimmung zukünftig das Gelände als Sportplatz zu benutzen. Anschaffung eines eigenen Vereinszeltes.

1925

Durchführung des ersten Heimatfestes durch den Schützenverein Roland. Die Rolandschützen wurden 1920/21, sowie 1924 und 1925 Sieger im Mittelholsteinischen Bundesschießen.

1931

Gemeinsames Jubiläums-Schützenfest (20 Jahre) mit dem Schützenverein von 1891 und dem Kriegerverein.

1935

Erstellung eines Kleinkaliberstandes in der Schießanlage. Daneben wird weiterhin Scheibenbüchse auf 175m geschossen.

1936

Feier des 25-jährigen Jubiläums. Mitgliederbestand: 12 aktive und 41 passive Schützen.

1938

Der Bramstedter Schützenverein von 1891 geht in den Schützenverein Roland über.

31. Mai 1945

Zerstörung der Schützenhalle und des Schießstandes auf dem Schäferberg durch eine Explosion - weil ein englisches Munitionsdepot am Schäferberg explodierte. Nach der Explosion verstarben 11 ehemalige deutsche Soldaten, die als Kriegsgefangene zur Bewachung des Depots eingesetzt waren, davon neun noch an demselben Tag, und sieben Engländer, die man ebenfalls in das Kurhaus eingeliefert hatte.

1950

Neukonstituierung des Schützenvereins und Wahlen des Vorstandes. 1. Vorsitzender: A.Warnemünde, 2.Vorsitzender: Fr.Hingst, Schriftführer: W.Diedrichsen, 2.Schriftführer: H.Dehn, Schatzmeister: W.Horst.

1955

Bramstedter Turnerschaft schließt einen 30jährigen Pachtvertrag mit dem Schützenverein Roland ab.

1960

Beschluß über den Bau einer Schützenhalle und erstes Schießen im Freien nach dem Kriege mit dem Luftgewehr.

August 1961

Grundsteinlegung zum Bau einer Schützenhalle mit Schießstand. Kostenvolumen 13.000,- DM.

1962

Einweihung der Schützenhalle. Gründungsmitglied Fr. Paustian gab den ersten Schuß ab. Erstmalig findet ein öffentliches Schießen statt.

1963

Erster Nachkriegskönig wird Uhrmachermeister W.Seller. Mitgliederbestand: 95 Mitglieder, darunter aktive Schützenschwestern.

1964

Es erfolgte ein weiterer Ausbau der Anlage mit Seilzuganlagen und einer 100m Anlage. Investition rund 20.000,-DM.

1965

Gerda Luckmann wurde die 1.Landesmeisterin des Vereins im Luftpistolenschießen. Bau eines winterfesten Luftgewehrstandes.

1966

Beginn mit dem Mannschaftspokalschießen für Betriebe und Vereine bis zu einer Steigerung von 217 teilnehmenden Mannschaften im Jahre 1990.

1967

Zu Pfingsten findet erstmals wieder ein Schützenfest statt. 48 Betriebsmannschaften beteiligen sich. Kurgastkönig wurde ein Berliner.

1968

Erringung der Landesmeisterschaften mit E.Ratjen, I.Möck, G.Luckmann und die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

1972

Einweihung der neuen Schießsportanlage mit 11 KK und 18 LG Ständen in Anwesenheit des Landrates und Bürgermeisters Endrikat. Kosten 180.000,-DM.

1974

Auch die Jungschützen M.Steffen, J.Steffen und A.Schroedter (12) wurden im LG-Schießen Landesmeister. über 200 Mitglieder zählte der Verein. Teilnahme auf Bundesebene am DSB-Pokalschießen.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Jahre überspringen, da ich diese Ereignisse zu einem späteren Zeitpunkt nachpflegen möchte.

2003

Die Pistoleros unseres Vereines, welche eine gewisse Renissance des Pistolensports hervorgerufen haben, starten in der LP-Liga des NDSB. Es ist seit langer Zeit das erste Mal, daß sich eine Gruppe erwachsener Pistolenschützen gefunden hat, die geschlossen trainiert und auch bei offiziellen Wettkämpfen den Verein würdig vertritt. Diese Initiatoren, zu denen Arnim Luckmann, Karl-Heinz Stengel, Arne Matthes, Haiko Andreä und Thomas Richter gezählt werden können, treten als sportliches Team auf und bei ihren Treffen innerhalb und außerhalb des Schützenhauses bleibt meist kein Auge trocken - der Spaß am Pistolenschießen scheint die Triebfeder dieser lustigen Truppe zu sein.

2004

Im Spätsommer 2004 geschah das "Wunder von München" - Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins wurde ein Rolandschütze Deutscher Meister. Jan Schümann holte sich das begehrte Gold in der Einzeldisziplin KK-Gewehr liegend. Aber auch in der Mannschaftswertung - zusammen mit den Geschwistern Anika und Ann-Christin Schroedter - konnten diese Drei eine Goldmedaille ins heimische Schützenhaus bringen.

2005

Die Talente des Schützenvereins Roland Bad Bramstedt haben bei den Deutschen Meisterschaften wie schon im Vorjahr groß aufgetrumpft. Jan Schümann ließ in München der nationalen Konkurrenz im Kleinkaliber- Dreistellungskampf keine Chance und holte sich wiederholt den Titel "Deutscher Meister". Anika Schrödter gewann im Dreistellungsschießen die Silbermedaille.

2006

Der Ehrenvorsitzende des Vereins - Günter Warnemünde - ist kurz vor seinem 82. Geburtstag, am Dienstag, den 10. Januar 2006 nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Die Rolandschützen sind von dieser Nachricht sehr betroffen und werden sein Lebenswerk und sein Schaffen für den Schießsport in Norddeutschland immer in Ehren halten.
Die Luftpistolenmannschaft steigt in die Landesliga auf und die Mannschaft der LG-Schützen darf in der kommenden Saison in der Regionalliga starten.
Als Mitglied des C-Kaders der Deutschen Nationalmannschaft startete Anika Schroedter bei den Weltmeisterschaften 2006 in Zagreb. In der Disziplin KK-Gewehr liegend-Juniorinnen schlug sie sich wacker und landete als Beste der drei deutschen Schützinnen auf einem beachtlichen 18. Platz ( von 70 teilnehmenden Schützinnen).
Das erste Mal in der Geschichte der Vereins hat unser "Vereins-Sheriff" Michael Fenner als Pistolenschütze die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften in München geschafft.


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