Bogen

Als Kind haben wir uns Weidenruten aus dem Knick geschnitten. Als Sehne Paketband und ein paar Stöcker als Pfeil. Von Mutter ein altes Bettlaken zerschnitten und zur Kugel geformt. Als Pfeilspitze verwendet, damit die Gegner getroffen aber nicht verletzt wurden. So ausgerüstet haben wir uns auf dem Weg gemacht die Cowboys von ihren „Stahlrössern“ zu schießen, um sie an den Marterpfahl zu binden.

Heute ist das Geschichte. Jeden Morgen zur Arbeit und abends wieder nach Hause. Der Job macht nach wie vor Spaß, aber mit der Zeit auch unausgeglichen. Den ganzen Tag im Büro sitzen und sich nicht „bewegen“ – außer den Finger auf der Tastatur (und ab und zu den Arm, um die Kaffeetasse zu heben).

Ich brauchte ein Hobby! Am besten ein sportliches. Radfahren? – Man sieht eine Menge und kommt viel rum. – Mir zu langweilig. Und wo bleibt das Erfolgserlebnis? Nach einigem Hin und Her erinnerte ich mich an meine Kindheit und wie viel Spaß Bogenschießen gemacht hat. Also, meinen Sohn gefragt, ob er auch daran interessiert wäre. Er fand es ebenso toll wie ich und dabei blieb es, nichts passierte. Nach ein paar Wochen kam mein Sohn auf mich zu: „Mittwochabend, Schützenverein, Bogenschießen.“ Jetzt musste ich ja mit. Gesagt ist gesagt.

„Hallo, ihr wollt Bogenschießen? Na dann kommt mal mit. Hier habt ihr einen Bogen und dazu passende Pfeile. – Und jetzt erzähle ich euch erst einmal, worauf ihr beim Bogenschießen achten müsst.“ Das war nicht wenig. Danach wurden wir auf den Platz geführt und vor eine Scheibe gestellt, – in 10 Meter Entfernung, groß wie ein Scheunentor, dachte ich. „Jetzt versucht einmal die Scheibe zu treffen.“ Na klar, kein Problem! Pfeil aufgelegt, Sehne gespannt – und los. Schwups, der Pfeil flog im hohen Bogen über die Scheibe. „Die meiste Zeit verbringt der Bogenschütze damit, seine Pfeile zu suchen. Macht nichts, so haben wir alle angefangen.“ -Eine lachende Stimme aus dem Hintergrund.

Das war vor sechs Jahren. Mittlerweile habe ich an mehreren deutschen Meisterschaften teilgenommen. Und es macht immer noch Spaß wie am ersten Tag. Ich fühle mich wesentlich ausgeglichener und habe durch den Sport gelernt abzuschalten, alles Unwichtige auszublenden und mich auf das wesentliche zu konzentrieren.

Das ist für mich Bogenschießen.

Kommen Sie gerne vorbei. Ich helfe Ihnen gerne weiter.

Ihr Peter Stau


Trainingszeiten

Bogen

Mittwoch: ab 18:30 – 21:00 Uhr
Freitag: ab 17:30 – 19:30 Uhr

 

Ansprechparter:

Peter Stau

Bogenreferent

04192/7609 (Bitte immer auf den AB sprechen)

bogenreferent@schuetzenverein-roland.de